Menu

Mein Urlaub: Ein "p" zu viel – Urlaub im "Uppland"

  • geschrieben von  Anke Rohde
(Fotos: Anke Rohde) (Fotos: Anke Rohde)

KORBACH. Unter dem Motto: "Höhentraining in unberührter Natur" in Schwedens Norden erzählt heute Anke Rohde von ihrem Aufenthalt im "Uppland".

Hier der Bericht: Mein Rad habe ich vor der Abfahrt nach Schweden bei der Firma Radsport Gerbracht in Korbach überprüfen lassen. In den frühen Morgenstunden des 21. Juli gegen 03.00 Uhr fahre ich mit dem Cross-Golf Richtung Puttgarden und setzen mit der Fähre nach  Dänemark  bei "Rödby" über. Von dort geht es auf der Autobahn über die Öresundbrücke nach Schweden, bis nach Kinnared, einem kleinen Ort im Süden der Kommune Hyltebruk. Hier übernachte ich in einem Jagdhaus der befreundeten Familie Bengtsson.

Der nächste Tag gehört dem Rad- und Schwimmsport. Bei schönstem Wetter bin ich abseits der Straßen auf befestigten Wegen mit meinem Specialized Mountainbike unterwegs, immer wieder umrunde ich eine Vielzahl von kleinen und großen Seen und Flüssen und durchfahre schattenspendende Waldungen. Am Abend wird mir ein Oltimer aus den USA zur Verfügung gestellt, hier im  süden Schwedens fahren unzählige Ford, Dodge und Cadillac, aufs feinste polliert mit einer Höchstgeschwindigkeit vom 90 km/h durch die fast autofreien Straßen. Ein tolles Gefühl, in so einem Wagen zu sitzen, allerdings setzt einem der Benzinverbrauch so enorm zu, dass ich mich nach 50 Kilometern auf den Rückweg mache. Trotz allem wird meine Kreitkarte nach diesem Tripp an der nächsten Tankstelle aufs Äüsserste strapaziert.

Ein Korbacher in Schweden

Wikingerschild

 

Nach einem guten Abendessen bei Hakan und Gry Bengtsson, falle ich in einen tiefen Schlaf, aus dem ich traumlos gegen 8.00 Uhr erwache. Mein nächstes Ziel ist das Kungshaga Hotel in "Lindängsvägen" unweit der Stadt "Orsa", das ich nach 8 Stunden Fahrt erreiche. Zu meiner Überraschung parkt ein orangener VW Cross-Polo mit KB Kennzeichen gleich neben meinem Fahrzeug. Frank Weidemann aus Korbach nebst weiblicher Begleitung ist ebenso irritiert wie ich, nach einer kurzen Unterhaltung und lustigen Kommentaren trenne sich unsere Wege im Hotel. Ich laufe ca. 30 Kilometer um den vor dem Hotel liegenden See und schlafe auch an diesem Tag ganz hervorragend ein.

Das Ziel heißt TRÄNGSVIKEN
Das letzte Teilstück in den Norden Richtung Östersund nach lege ich in 5 Stunden zurück. Die E 14 ist nun mein ständiger Begleiter und in der Nähe von Are, einem Eldorado für Mountainbiker im Sommer und alpine Abfahrtspezialisten im Winter, biege ich bei der Ortschaft Trängsviken ab in die Wildnis. Hier auf den ungeteerten Wegen nutzt mir auch kein Navigationsgerät etwas, ich muss nach Karte fahren und komme an einem, am See gelegenen Blockhaus an, dass nun für die nächsten Tage mein Domizil sein wird.  

Das Haus
Das Blockhaus ist innen mit einer neuen, modernen Küche, einem Wohnbereich mit TV, Internet, zwei Schlafzimmern, Dusche mit WC und Waschmaschine und einer Aussenliegenden Holzveranda ausgestattet. Eine Klimaanlage ist ebenfalls installiert, das Haus ist für Allergiker geeignet. Bis zum See sind es ca. 50 Meter. Ein abschliessbarer Schuppen nimmt die Fahrräder sicher auf. Am Morgen sehe ich beim Aufstehen meinen ersten Elch in ca. 80 Metern Entfernung zwischen Birken und Tannen stehen.

Mekka der Mountainbiker
Die Höhenluft macht mir zu schaffen, ich fahre mit meinem Specialzed Richtung Trontheim in das ca. 50 Kilometer entfernte "Are". Hier an der Grenze zu Norwegen ist die Luft noch dünner, die Fahrt auf die Berge ist eine echte Qual. Allerdings entschädigt der Ausblick für die schweisstreibende Auffahrt. Die Berge hier oben sind mit Eis und Schnee bedeckt. Unaufhaltsam bringen die Seilbahnen die Abfahrtkünstler zu den jeweiligen Routen. Der Rettungshunschrauber ist im Minutentakt unterwegs, um die verunglückten Mountainbikefahrer aus den Abfahrten zu bergen. Dagegen ist die Down-Hill Strecke in Willingen ein Kinderspiel. Ich selbst fahre diese Down-Hill Strecken nicht hinunter, sondern nutze die sicheren Trassen für die Heimfahrt. Unter im Tal ist eine Specialized -Händler, der verbogene Rahmen repariert oder Räder in den Schrott wirft, da sie nicht mehr zu gebrauchen sind.

 

 

Nun muss ich einen Ruhetag einlegen um meine übersäuerte Muskulatur zu regenerieren. Ich besuche einen Wasserfall und lege mich an einen glasklaren See, der mit ca. 12 Grad Wassertemperatur wirklich erfrischend ist. Ich lasse die Sonne auf meine Haut scheinen und entspanne in der Einsamkeit der schwedischen Natur.

Nach Östersund
Die längste Etappe meiner Reise unternehme ich nach Östersund. Das Rad wird noch einmal überprüft und schon geht es ins 50 Kilometer  entfernte Östersund mit der Fähre setze ich auf eine Insel über und gelange nach "Hallen". Von dort aus wieder zurück erreiche ich spät am Abend nach 150 Kilometern mein Blockhaus.

Der letzte Tag gehört dem Laufsport. Ich habe mir vorgenommen, die max. Herzfrequenz bei 141 einzupendeln und laufe an diesem herrlichen Sommertag gleich morgens um 08.00 Uhr los. Nach einer Marathondistanz plus 5 Kilometer erreiche ich das klimatisierte Haus nach 3:59 Minuten.

Der Sporturlaub in Schweden war wirklich toll, die Landschaft, die netten Menschen und die Natur waren echte Highlights. Eine Reise dorthin lohnt sich für Paare, die die Natur erleben möchten. Auch für Familien, die keine sportlichen Aktionen planen, ist das Land mit seinen kulturellen Sehenswürdigkeiten sehr interessant. 

Das Haus am See kann sicherlich auch gemietet werden, steht allerdings in keinem Katalog. Der Preis ist vermutlich Verhandlungssache. Der Vermieter spricht ausser Schwedisch auch Englisch und Deutsch.

KONTAKT:
Hakan Bengtsson
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel.: 0046 70 - 355 51 09

Letzte Änderung amDonnerstag, 01 August 2013 12:03
Nach oben

Nachrichten

Themen

Meinung

Multimedia

Soziale Medien

Hanseportal