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Sascha Pfannstiel

Sascha Pfannstiel

Redakteur hanseportal-korbach.de

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Korbacher Christkindwiegen wieder vom Turmumgang aus

KORBACH. Wegen Bauarbeiten durften die Weihnachtsfreunde vor einem Jahr zum Christkindwiegen nicht auf den Turm der Kilianskirche steigen. Umso größer war die Freude, dass die alte Tradition diesmal wieder dort zelebriert wurde, wo sie hingehört: Auf dem Turmumgang von St. Kilian.

Sogar der inzwischen 86 Jahre alte Weihnachtsfreund Karl Tent ließ es sich nicht nehmen, am Heiligen Abend die 264 Stufen bis zum Turmzimmer zu erklimmen. Dort stimmte sich die Gruppe im Turmzimmer auf den Gesang ein: "Dies ist der Tag, den Gott gemacht" schallte es anschließend vom Umgang aus in alle vier Himmelsrichtungen. Dazu ließen einige Weihnachtsfreunde ab 20 Uhr ihre Laternen am Seil hinab, andere hielten sie in die Höhe und verliehen dem Gotteshaus damit einen besonderen Glanz - die seit dem Sturm im Sommer fehlende Eckfiale und die provisorische Sicherung der übrigen Ecken mit Holzstreben und Stahlnetzen taten der feierlichen Stimmung keinen Abbruch.

"Wie herrlich strahlt der Morgenstern"
Von der Stechbahn, aber auch von vielen Gassen in der Altstadt aus verfolgten zahlreiche Zuschauer das Christkindwiegen. Am ersten Feiertag um 7 Uhr waren es naturgemäß weit weniger Menschen, die dem Lied "Wie herrlich strahlt der Morgenstern" lauschten. Dazu leuchtete der Vollmond über der alten Hansestadt, hier und da flackerten in einigen Fenstern die Blitzlichter von Fotoapparaten auf.

Nach dem Singen trafen sich die Weihnachtsfreunde zu ihrer besinnlichen Feier im Sozialraum des Rathauses, wo Chronist Karl-Friedrich Kuhnhenn das Protokoll der letztjährigen Feier verlas - mit einem Augenzwinkern, versteht sich. Im Rahmen der Zusammenkunft bestanden auch die neuen Sänger Karsten Balk, Maik Göbel, Robin Göbel, Sven Göbel, Christian Kollenberg, Mark Potthoff und Burkhard Wilm die Aufnahmeprüfung - sie mussten fehlerfrei die erste Strophe von "Ihr Kinderlein kommet" singen. Stephan Rückert, der bei den Weihnachtsfreunden in musikalischer Hinsicht den Ton angibt, und Sprecher Hermann Küthe hatten keine Einwände. Küthe überreichte den sieben Neuen ein Heft mit Liedern und Erzählungen rund um das Christkindwiegen.

"Weihnachtsfreunde kann niemand trennen"
Besinnliche und auch lustige Geschichten gehörten ebenso zur Feier wie Darbietungen einiger Weihnachtsfreunde - als Solisten oder Gruppe: Jörn Vesper trug die "Made" von Heinz Erhardt vor, das "Grundschulorchester" bot eine neue Version von Franz Beckerbauers "Gute Freunde kann niemand trennen" dar - in Korbach hieß es "Weihnachtsfreunde kann niemand trennen". Der von Flöten begleitete Gesang löste ebenso Applaus aus wie ein auf das Christkindwiegen umgetextetes Medley von Howard Carpendales größten Hits. Der PTC, zu dem auch Dirigent Stephan Rückert gehört, begeistert seit Jahren mit neuen Liedvorträgen. Zum wahren Klassiker der Weihnachtsfreunde avancierte dabei "Aber bitte mit Lampe" in Erinnerung an den unvergessenen Udo Jürgens.

Die Gruppe bereitet mit dem Christkindwiegen nicht nur Korbachern und Gästen Jahr für Jahr große Freude und festliche Stimmung; die etwa 80 Aktiven sammeln bei ihren morgendlichen Feiern in jedem Jahr auch Geld, das sie für den guten Zweck spenden. Aktuell kamen mehr als 600 Euro zusammen, die dem Hospiz und der Kinderkrebshilfe überreicht werden.

Befürchteter Zimmerbrand nur angebranntes Essen

KORBACH. Angebranntes Essen hat am späten Samstagnachmittag in der Hansestadt einen Einsatz von Rettungsdienst und Feuerwehr ausgelöst: In einem Mehrfamilienhaus in der Louis-Peter-Straße hatte ein alkoholisierter Bewohner einen Topf mit Würsten auf dem eingeschalteten Küchenherd vergessen.

Als das Essen gegen 17.15 Uhr schließlich anbrannte und eine Rauchentwicklung auslöste, verständigten Anwohner die Feuerwehr. Wegen der zunächst unklaren Lage rückten rund 25 Feuerwehrleute der Stützpunktwehr zur angegebenen Anschrift aus. Dort war die Gefahr aber relativ schnell gebannt, der Topf vom Herd genommen und ins Freie gebracht sowie die heiße Platte ausgeschaltet. Die betroffene Erdgeschosswohnung wurde anschließend gelüftet.

Der betrunkene Bewohner hatte offenbar so viel Rauch eingeatmet, dass der Verdacht auf eine Intoxikation bestand. Rettungskräfte brachten den Mann vorsorglich zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus. Polizei und Feuerwehr rückten ebenfalls rasch wieder ab.

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