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Cybercrime: Ermittlungserfolg gegen "Black Market Reloaded" und "Utopia"

BMR und Utopia sind Geschichte. (Foto: Dennis Schmidt) BMR und Utopia sind Geschichte. (Foto: Dennis Schmidt)

KORBACH. Einen Erfolg gegen Internet-Kriminelle hat das Bundeskriminalamt bekanntgegeben. Zwei illegale Verkaufsplattformen der "Underground Economy", auf denen Drogen, Waffen oder Kreditkartendaten verkauft wurden, sind dicht gemacht.

Es waren Ermittlungen, die nicht nur deutsche Beamte führten: Auch in den Niederlanden arbeiteten Polizisten an dem Fall. In Bad Nauheim verhafteten am Dienstag schließlich Bundespolizisten einen 21-Jährigen. Gegen ihn lag laut Polizeibericht ein europäischer Haftbefehl vor. Die Behörden werfen dem Mann gewerbsmäßigen Computerbetrug, die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung sowie den Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz vor.

Utopia-Server runtergefahren

Drogen, illegale Schusswaffen, aber auch Kreditkartendaten oder kriminelle Dienstleistungen: Das angebotene Spektrum auf den Internetseiten war breit – und vor allem immer illegal. Mit der Festnahme des deutschen Mitbetreibers der Seite "Utopia" wurde zugleich ein Server, der bei einer in Deutschland ansässigen Firma betrieben wurde, vom Netz genommen und damit die illegale Verkaufsplattform geschlossen.

Bitcoins im Wert von 500.000 Euro

Drei Beschuldigte nahmen zeitgleich die Niederländer fest und durchsuchten deren Wohnräume. Sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt. Bei dem in Bad Nauheim Festgenommenen wurde ein sogenannter Bitcoin-Wallet mit circa 1.000 Bitcoins sichergestellt; das entspricht einem aktuellen Wert von rund 500.000 Euro.

Nach der Schließung der illegalen Verkaufsplattform "Silkroad" durch das FBI feiern die Fahnder einen weiteren Erfolg. Der 21-Jährige wurde dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der die Haft anordnete.

Letzte Änderung amDonnerstag, 13 Februar 2014 10:39
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