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Mehr als 22.000 Liter Wasser fluten Alte Landesschule

Nach dem Wasserrohrbruch in der ALS setzte der stellvertretende Hausmeister Andreas Emde am Vormittag ein spezielles Sauggerät ein. Auch die Feuerwehr war im Einsatz, ebenso zahlreiche Lehrkräfte. (Fotos: Sascha Pfannstiel) Nach dem Wasserrohrbruch in der ALS setzte der stellvertretende Hausmeister Andreas Emde am Vormittag ein spezielles Sauggerät ein. Auch die Feuerwehr war im Einsatz, ebenso zahlreiche Lehrkräfte. (Fotos: Sascha Pfannstiel)

KORBACH. Als ausgesprochen "flüssig" hat sich am Freitag die Alte Landesschule erwiesen - zum Leidwesen von Schulleiter Robert Gassner war damit allerdings nicht die Kassenlage des Gymnasiums gemeint. Nach einem Wasserrohrbruch in der Nacht waren Teile der ALS am Freitag geflutet.

Geschätzte 22.500 Liter Wasser waren im Südflügel aus einem Wasserhahn in einem als Lehrerstützpunkt bezeichneten Raum im zweiten Stock über Nacht ungehindert ausgetreten. Das Wasser suchte sich seinen Weg bis ins Erdgeschoss - "noch ist völlig unklar, welchen Schaden der Wasserrohrbruch ausgelöst hat", sagte der Schulleiter am Freitag gegenüber hansestadt-korbach.de. Die meisten Schüler wird der Vorfall gefreut haben: Für die Klassen fünf bis neun fiel, wie am Morgen bereits berichtet, der Unterricht am Freitag aus. 600 der 739 Schüler der genannten Klassen waren davon betroffen - die übrigen Kinder waren zur Wanderwoche in der Rhön.

Nicht nur das Gebäude hat laut Gassner Schaden in noch unbekanntem Ausmaß genommen, auch Lehrmaterialien wurden vom Wasser beschädigt. Seine Kollegen seien spontan zu Werke gegangen, um "zu retten, was zu retten ist", sagte der Schulleiter mit einer gewissen Zufriedenheit in dieser misslichen Situation: "Ich bin sehr stolz und froh über ein solches Engagement", sagte Gassner am Vormittag. Das Kollegium habe einen großen Zusammenhalt bewiesen, und auch Hausmeister Dieter Pöck sei am Morgen sofort in die ALS gekommen, obwohl er an diesem Tag eigentlich Urlaub gehabt habe. Das alles habe ihn in dieser Situation "positiv berührt". Ein Lob richtete der Schulchef auch an die Oberstufenschüler, die besonnen und ohne jegliche Panik "ganz normal zum Unterricht gekommen sind".

Dank mehrerer Rundfunkdurchsagen seien am Morgen nur sehr wenige Schüler der Klassen fünf bis neun überhaupt noch zum Gymnasium gekommen. "Fast alle wussten vom Unterrichtsausfall", sagte Gassner, der die enorme Verbreitung dieser Nachricht auch den neuen Medien zuschreibt. Per Kurznachricht auf dem Mobiltelefon oder über diverse Internetseiten seien Schüler parallel zur Radiodurchsage informiert worden.

Um der Schule rasch aus der Patsche zu helfen, rückte am Freitagmorgen die Korbacher Feuerwehr an. Sieben Einsatzkräfte setzten Wassersauger und Flitschen ein, um möglichst viel Wasser aus dem Gebäude zu bekommen. Im Laufe des Vormittags ließ die Schule bereits zahlreiche Trockengeräte aufstellen.

Am kommenden Montag werde der Unterricht an der Alten Landesschule wieder wie gehabt stattfinden. Zwar seien einige Änderungen im Raumplan erforderlich, "aber dies wird den Unterricht nicht beeinträchtigen", kündigte Gassner an.

Letzte Änderung amFreitag, 06 September 2013 21:50
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