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Afrikanische Schweinepest: Landkreis mahnt Ruhe an

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich auch in der Europäischen Union aus. Vor allem für die hiesigen Schweinebauern wäre eine Infektion mit dem Virus mit erheblichen wirtschaftlichen Folgen verbunden. (Foto: Dennis Schmidt) Die Afrikanische Schweinepest breitet sich auch in der Europäischen Union aus. Vor allem für die hiesigen Schweinebauern wäre eine Infektion mit dem Virus mit erheblichen wirtschaftlichen Folgen verbunden. (Foto: Dennis Schmidt)

WALDECK-FRANKENBERG. "Achtsam sein und Ruhe bewahren": Das rät das Pressebüro des Landkreises Waldeck-Frankenberg allen Einwohnern in Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest.

Die war am 24. Januar 2014 bei zwei Wildschweinen in Litauen festgestellt worden. 

Für den Menschen und andere Haustiere ist die Krankheit harmlos, bei Schweinen kann sie jedoch ganze Bestände bedrohen. Bereits seit 2007 ist die Seuche, die Haus- und Wildschweine befällt, aus Osteuropa und Russland bekannt.

Wurstbrot als Übertragungsweg

Für Waldeck-Frankenberg stellt die Erkrankung laut Veterinäramt "zur Zeit keine akute Gefahr dar". Da sie aber nicht nur durch direkten Kontakt der Tiere, sondern auch durch tierische Erzeugnisse, Rohstoffe oder Speisereste übertragen werden kann, besteht die Gefahr der Ausbreitung. „Bereits ein achtlos weggeworfenes Wurstbrot kann dazu führen, dass die Tierkrankheit sich ausbreitet“, so der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf. Beispielsweise durch in der Natur entsorgte und möglicherweise infizierte Speisereste, die von Wildschweinen gefressen werden und das Virus dann verbreiten.



Ein weiteres Risiko besteht durch rückreisende Touristen aus betroffenen Ländern wie Weissrussland, Litauen und Polen. „Nicht selten bringen sich die Reisenden Wurstspezialitäten aus ihrem Urlaubsland mit“, sagt er. „Sollten diese mit dem Virus behaftet sein und nicht ordnungsgemäß entsorgt werden, besteht ebenfalls ein Ansteckungsrisiko für unsere heimischen Hausschweine.“


Schweinehalter: Keine Speiseabfälle verfüttern

Daher sollten insbesondere auch Schweinehalter im Landkreis entsprechende Maßnahmen ergreifen, um ihre Schweinebestände zu schützen: „Dazu gehört es, keine Speiseabfälle an die Tiere zu verfüttern und die Bestimmungen der Schweinehaltungs-Hygieneverordnung zu befolgen“, so Kreislandwirt Friedrich Schäfer. Weiterhin sollten die Ställe nicht ohne Schutzkleidung betreten und das Tierfutter so gelagert werden, dass es für Wildschweine unzugänglich ist.

Auch der Landkreis reagiert: So werden alle Blutproben heimischer Wildschweine auf das Virus untersucht. Darüber hinaus haben die Behörden vermehrte Kontrollen in den Betrieben in Waldeck-Frankenberg angeordnet.

Letzte Änderung amMittwoch, 12 März 2014 12:04
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