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Geschäftsführer des Korbacher Krankenhauses: Entscheidung in Frankenberg

(Foto: Dennis Schmidt) (Foto: Dennis Schmidt)

KORBACH. Das war es mit den Plänen von Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich und Landrat Dr. Reinhard Kubat: Christian Jostes wird nun doch nicht gleichzeitig Geschäftsführer von drei Kliniken, unter anderem in Korbach. Der Grund dafür liegt in Frankenberg.

Hinter den Kulissen hatte es schon länger gebrodelt, nun zieht der Frankenberger Geschäftsführer Jostes die Notbremse: Er kündigt seinen bisherigen Job im finanziell gebeutelten Frankenberger Krankenhaus. Noch vor genau einem Monat hatten Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich (gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender des Stadtkrankenhauses Korbach) und Landrat Kubat (Frankenberger Aufsichtsratschef) selbstsicher ihr neues Konzept für die Krankenhäuser in Winterberg, Frankenberg und Korbach vorgestellt, nach dem Jostes gleichzeitig auch in Korbach das Ruder übernehmen sollte.

Doch ihre Rechnung hatten sie anscheinend ohne den Wirt gemacht. In einer Pressemitteilung des Landkreises bedauern die beiden Politiker die Entscheidung und sehen "den Weg für einen personellen Neuanfang" freigemacht.


Derzeit ist Wolfgang Kluß in Korbach Geschäftsführer des Krankenhauses. Dieser hatte sich eigentlich bereits im Ruhestand befunden, bis er von der Politik wieder in Dienst gesetzt wurde. Jostes bleibt Geschäftsführer der Klinik in Winterberg. Ob er in Korbach seinen Dienst antritt, ist unklar.

Als Grund für seinen Entschluss nennt Christian Jostes Unstimmigkeiten im Frankenberger Aufsichtsrat. „Unter den aktuellen Rahmenbedingungen – die jedoch nichts mit der wirtschaftlichen Situation der Klinik zu tun haben – erscheint es mir nicht möglich, unserem Haus weiter helfen zu können“, so Jostes.

Die engere Zusammenarbeit der drei Kliniken soll von der Personalie "in keiner Weise" betroffen sein, so Kubat. Dies sei "weiterhin das Ziel – wenn auch nicht unter einer gemeinsamen Geschäftsführung.“ Dem stimmt auch Klaus Friedrich zu. Man habe erkannt, "dass unsere Kliniken nur gemeinsam stark und zukunftsfähig" werden könnten. „Die Häuser bleiben zwar wie beschlossen nach wie vor eigenständig, werden aber enger zusammenarbeiten.“

Letzte Änderung amSamstag, 01 März 2014 12:58
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