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Stadtverordnetenversammlung: Erster Kassenkredit, bewährte Prävention

(Foto: Dennis Schmidt) (Foto: Dennis Schmidt)

KORBACH. Das Jahr 2013 fiel bei zwei Stellschrauben positiv aus: Das Defizit der Stadt liegt 2,2 Millionen Euro unter den Erwartungen. Und die Präventionsarbeit trägt weiter Früchte. So zwei Berichte, die am Donnerstag (10.4.14) im Stadtparlament vorgetragen wurden.

2001 hatte die Stadt den Grundstein für die Präventionsarbeit und -woche gelegt. Wie es aktuell aus Sicht der Stadt um diese bestellt ist, berichtete Carsten Vahland. Der Hauptamtsleiter berichtete stolz, dass 2013 die Jugendkriminalität gesunken sei. Auch dank der Präventionsarbeit von Stadt und Polizei. Die Zusammenarbeit unter den Behörden sei eingespielt und klappe sehr gut, so der Stadtmitarbeiter.

Gelungen sei es, die "Krawalle" am 1. Mai und Vatertag zu unterbinden. Durch starke Präsenz auf den Straßen während der Wandertage, bei denen vor allem Jugendliche zuletzt häufig über die Stränge geschlagen hatten, sei das Problem in den Griff bekommen worden.

Die 'Brennpunktbetriebe' merken, dass sich das Ambiente verbessert hat.Carsten Vahland zur Korbacher Sperrstunde

Ein positives Fazit zog Vahland auch die Sperrstunde betreffend: "Sie hat sich bewährt, der Trend hat sich fortgesetzt. Die Diskussion hat sich beruhigt und auch die Wirte haben bemerkt, dass es nicht so schlimm ist. Die 'Brennpunktbetriebe' merken, dass sich das Ambiente verbessert hat", so der Beamte. Es gebe weitaus weniger Probleme mit Jugendlichen in der Nacht.

"Das ist auch kein Wunder, wenn in Korbach Totenruhe herrscht", konnte sich Helmut Schmidt (SPD) einen Einwurf mit Hinblick auf Kino, Hallenbad und andere Freizeitmöglichkeiten nicht verkneifen.

Der Präventionsbericht der Stadt Korbach ist auf der Internetseite von korbach.de abrufbar. Zitiert wird auch ein Artikel von hanseportal-korbach.de: Korbacher Sperrstunde feiert zweiten Geburtstag (28.2.14).

Teurer Kassenkredit und 36 Millionen Euro Schulden

Einen ersten Kassenkredit musste die Stadtverwaltung 2014 laut Finanzchef Ralf Buchloh aufnehmen. 2013 war die Stadt komplett um diese teuren Finanzzuschüsse herumgekommen, so sein mündlicher Bericht. Das Defizit habe 2013 bei fünf Millionen Euro gelegen. Ausgegangen war man von 7,2 Millionen Euro. Einkommenssteuer und Gewerbesteuer B fielen besser aus als geplant, die Gewerbesteuer machte sich hingegen rarer im Stadtsäckel. Der Schuldenstand beträgt aktuell fast 36 Millionen Euro. "Es wird in Zukunft nicht einfacher", fasste Buchloh die eigentlich positiveren Zahlen zusammen.

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