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Jungtiere: Landwirte sollen Wiesen vorsichtig mähen

Jungtiere: Landwirte sollen Wiesen vorsichtig mähen

KORBACH. Die Zeit, in der Landwirte ihre Wiesen mähen, fällt oft mit der Geburt vieler Wildtiere zusammen. Um diese zu schützen, ruft das Veterinäramt des Landkreises Waldeck-Frankenberg zu entsprechenden Schutzmaßnahmen auf.



Nähert sich dem Jungtier ein Traktor, rennt dieses in der Regel nicht davon, sondern drückt sich aufgrund des angeborenen Schutzverhaltens reglos auf den Boden, was den Tieren schließlich zum Verhängnis wird. Darüber hinaus kann das durch die Kadaver verunreinigte Mähgut bei damit gefütterten Tieren zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen.



Um dies zu verhindern und die Jungtiere zu schützen, rät das Veterinäramt zu einigen Maßnahmen, die die Landwirte bei ihrer Arbeit beachten sollten. Neben dem Aufstellen von Wildscheuchen oder dem Anbringen von Flatterbändern auf den betreffenden Flächen, hätten sich weitere Maßnahmen bewährt – wie beispielsweise das Absuchen des Geländes, welches idealerweise am Vorabend der Mäharbeiten durch einen Jäger mit Jagdhunden geschehen sollte. 


Weiterhin können eine Umstellung der Mähgewohnheiten die Tiere schützen. Bei dem herkömmlichen Vorgehen, bei dem die Landwirte am Feldrand mit dem Mähen beginnen, werden die Tiere in die Mitte gedrängt und können nicht ausweichen. "Beginnt man in der Mitte der Fläche, werden die Tiere nach außen in die 

Nachbarflächen getrieben. Dies hilft zwar nicht den ganz frisch geborenen Tieren; im Alter ab zwei bis drei Wochen ist eine Flucht jedoch bereits wahrscheinlich", schreibt der Landkreis.


Weiterhin rät das Veterinäramt, aufgespürte Jungtiere wie beispielsweise Rehkitze vorsichtig zu bergen. Vermieden werden sollte dabei der direkte Kontakt mit dem menschlichen Körper, da der Geruch die Geiß davon abhalten würde zum Kitz zurückzukommen. Mit einem Büschel Gras oder Blattwerk in der Hand lassen sich die Tiere von den Wiesen bringen ohne dass diese den Geruch des Menschen anzunehmen. In der Regel bleiben die Kitze ruhig und tun sich in unmittelbarer Umgebung jenes Ortes nieder, an dem sie abgelegt werden, sodass die Geiß ihr Jungtier problemlos wiederfinden kann.

 

Letzte Änderung amDienstag, 03 Juni 2014 14:58
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