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Bärenklau bleibt bestimmendes Thema

WALDECK-FRANKENBERG. Die Natur verändert sich. Neue Arten entstehen, alte sterben aus. Der Mensch beschleunigt diesen Prozess. Bärenklau und Citrusbockkäfer zeugen davon. Wie damit umgehen?

Der kleine Saal ist gut gefüllt. Gesellige Atmosphäre, gepaart mit Fachwissen – man kennt sich inzwischen. Der Landkreis hat zum Informationsaustausch eingeladen. Gekommen sind Vertreter der 22 Städte und Gemeinden, Mitglieder im Naturschutzbund, Freiwillige, Mitarbeiter von Hessen-Forst und Beamte aus dem Fachdienst Landwirtschaft. Hier, in der alten belgischen Kaserne in Korbach, die nun die Beschäftigungsgesellschaft Waldeck-Frankenberg nutzt, ziehen sie Bilanz.

Im Mittelpunkt steht der Riesenbärenklau. Er ist eine der invasiven Arten, die also von außen ins Ökosystem eindringen und teilweise die alten Regeln gehörig auf den Kopf stellen. Schnell wird klar: Auch nach Jahren der Bekämpfung durch Ein-Euro-Jobber, aktive Bürger und die Mitarbeiter bei den Kommunen herrscht noch immer keine Einigkeit bei der Frage nach dem „Wie“. Chemische Keule, Einsatz der Sense, ausstechen – die Mittel sind vielfältig, die finanziellen Möglichkeiten dagegen eher bescheiden.

„Bei vielen Kommunen haben diese Aktionen immer noch nicht oberste Priorität“, klagt einer der Teilnehmer. Besonders heikel daran: Der Riesenbärenklau, lateinischer Name heracleum mantegazzianum, ist für Menschen giftig. Berührungen können üble Verbrennungen auf der Haut hervorrufen. Deswegen ist zum Beispiel auch die Beschäftigungsgesellschaft (BWF) mit im Boot, denn gemeinnützig sind die durchgeführten Aktionen allemal, findet Elvira Götte von der BWF.

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