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Mehr als 750 Menschen betreut: "Delta" zieht positive Bilanz

(Foto: Landkreis Waldeck-Frankenberg) (Foto: Landkreis Waldeck-Frankenberg)

WALDECK-FRANKENBERG. "Wir entwickeln Kompetenzen" – mit diesem Leitsatz wirbt die Delta GmbH, ein Unternehmen des Landkreises Waldeck-Frankenberg, für sich. Für das Jahr 2013 zieht die soziale Einrichtung eine positive Bilanz.

750 Menschen hat die "Delta" 2013 betreut. "Vielen davon haben wir den Weg in ein erfolgreiches Arbeitsleben ermöglicht", heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Die Arbeit fußt auf mehreren Eckpfeilern:

    • Bei der Delta haben 32 Langzeitarbeitslose eine Beschäftigung gefunden, vor allem in der Gastronomie und der Landschaftspflege. "Sie lernen, sich wieder auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten", findet Delta. Alle Angebote würden in enger Kooperation mit den ortsansässigen Jobcentern durchgeführt.
    • Ein anderer Schwerpunkt ist die Arbeit mit auffälligen Jugendlichen: Psychische und gesundheitliche Probleme sowie der richtige Umgang mit Behörden sind Themen, die in Gesprächen und Sitzungen angepackt werden.
    • die Kompetenzagentur, kurz KOA Die Sozialarbeiter der KOA helfen jungen Erwachsenen im Landkreis, belastende Probleme wie Schulden, Arbeits- oder Wohnungslosigkeit zu lösen. Durch umfassende Beratung – auch im rechtlichen Bereich – verhelfen sie ihnen zum Erfolg im Beruf und zu neuem Selbstvertrauen. Im vergangenen Jahr betreute die KOA 134 junge Menschen. 
    • Im Projekt Schulverweigerung kümmern sich Schulsozialarbeiter Kinder, deren Schulabschluss ernsthaft gefährdet ist; beispielsweise durch Mobbing, schlechte Noten oder hohe Fehlzeiten – meist begründet durch eine schwere familiäre Situation. Durch gemeinsame Gespräche und Erlebnisse wird den jungen Menschen geholfen, sich zu motivieren, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und Konflikte zu lösen – um sie mit individuell auf sie zugeschnittenen Hilfsangeboten  beim Schulabschluss zu unterstützen. Im Jahr 2013 bekamen rund 60 Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Projektes Hilfe.
    • Bewerbercafés betreibt die "Delta" in Bad Wildungen, Frankenberg und im ehemaligen "Santa Lucia" in Korbach, heute "Mahlzeit" genannt.
Als Kreis ist es unsere Pflicht, Menschen, die in Not geraten sind, zu unterstützen.Jens Deutschendorf, stellvertretender Landrat Waldeck-Frankenberg

„Bei vielen Menschen sind die privaten Probleme so groß, dass sie von allein keinen Weg mehr in eine Beschäftigung finden“, sagt Delta-Geschäftsführer Volker Heß. „Wer lange arbeitslos ist, bekommt schnell das Gefühl, nichts mehr wert zu sein.“ Schulden und Suchtprobleme sowie eine Trennung vom Partner könnten dazukommen.

Nachfolger der "Beschäftigungsgesellschaft Waldeck-Frankenberg"

Im Februar 2012 hatte der Landkreis die "Delta" gegründet. Sie ging damals aus der insolventen "Beschäftigungsgesellschaft Waldeck-Frankenberg" hervor. „Für unsere Bürger im Landkreis sind solche Angebote extrem wichtig“, verteidigt der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf die Delta gegen Kritik. „Als Kreis ist es unsere Pflicht, Menschen, die in Not geraten sind, zu unterstützen.“ Nur so könne man das Selbstvertrauen und die Motivation dieser Menschen stärken. Zudem könne es sich der Landkreis nicht leisten, Menschen ohne Arbeit zurück zu lassen. „Die Zahl der Einwohner sinkt und die Unternehmen suchen Mitarbeiter. Jeder Einzelne ist deshalb für den Arbeitsmarkt wichtig“, sagt Jens Deutschendorf.

Letzte Änderung amFreitag, 21 Februar 2014 07:51
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