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Korbach in den Sixties und Seventies: Das Deutsche Haus (Teil II)

  • geschrieben von  JEK
(Fotos: Jeff Kirchhoff/Archiv Werner Stahl) (Fotos: Jeff Kirchhoff/Archiv Werner Stahl)

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KORBACH. Die Erinnerungen an das rockige Korbach der Sixtees und Seventies unseres Autors Jeff Kirchhoff gehen in die zweite Runde – und blicken diesmal auf das Deutsche Haus.

 "15 Uhr, ich sitze noch immer auf der Terrasse, die Sonne scheint mir ins Gesicht und ich möchte mich von meinen Erinnerungen einfach nicht lösen. Die Bilder der Vergangenheit holen irgendwie die Gegenwart ein. Sie kommen und fliegen vorbei wie Schatten und ziehen alte Erinnerungen hinter sich her. Ich nehme meine alte Gitarre, die ich extra für den heutigen Abend heraus gekramt habe, und spiele ein paar Akkorde und tauche wie in Trance noch tiefer in meine Jugendzeit ab.

Die Korbacher Band Szene formierte sich erst im Deutschen Haus. Der ganz große Hit Mitte der 60er-Jahre formierte sich quasi in einem alten Veranstaltungssaal am Obermarkt, im Deutschen Haus.

Die Eheleute Müthing (die später auch einmal das Frisco betrieben) heizten uns rock-hungrigen Jugendlichen kräftig ein. Wir wollten mehr von der Welt der Rockmusik  und wir bekamen es auf kleiner Bühne geboten:                                                       "Black Pit and his Butlers" waren geboren. Klänge aus den großen, weiten Großstädten erschallten im kleinen verträumten Korbach. „Back in the U.S.S.R.“,  „Roll over Beethoven“, etc. waren Standardprogramm.

Black Pit gefolgt

Unsere erste Band in Sachen Rockmusik spielte fast jedes Wochenende in Korbach und wenn einmal nicht, dann folgten wir den vier Musikern um Black Pit (Peter Alscher) zu anderen Engagements in Frankenberg, am Edersee oder in Arolsen und Umgebung. Sie waren gefragt und sie rockten die Bühnen Waldecks und darüber hinaus. 

Notorisch mit sehr wenig Taschen- oder Lehrgeld versehen hielten uns nicht einmal die Eintrittsgelder von den Besuchen der Veranstaltungen ab. Für drei bis fünf Mark wurden wir eingelassen und bekamen einen Stempel auf den Handrücken gedrückt, der uns als zahlende Gäste auswies.

Nicht immer hatten wir aber diesen kleinen Obolus und so wurden die Stempel leicht mit einem Hauch auf die Hand erneut befeuchtet und mit kräftigem Druck auf den Handrücken des Freundes oder der Freundin, dubliziert. So teilte man sich, leider zum Nachteil der Bands oder des Wirts, den Eintritt. Wir konnten nicht anders, wir mussten einfach dabei sein.


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Letzte Änderung amMittwoch, 26 Februar 2014 23:02
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