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Rathaus Korbach: Bild von der Erweiterung 1970

(Foto: Archiv Werner Stahl) (Foto: Archiv Werner Stahl)

KORBACH. Stechbahn 5 – das ist die aktuelle Adresse des Korbacher Rathauses. Seine historischen Wurzeln gehen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Sein Anbau ist eher ein Kind der 70er-Jahre.

1377 ist das Jahr, in dem in Korbach Vieles anders wurde. Damals einigten sich die Altstadt – vor allem durch Kaufleute vertreten – und die die Neustadt – mit Handwerkern als Bewohnern – darauf, aus zwei Städten eine zu machen. Denn: Seit dem Städteboom, der in Deutschland im 12. Jahrhundert eingesetzt hatte, hatte der Platz in der Stadt nicht mehr ausgereicht. Die Folge waren zwei Städte, die direkt nebeneinander existierten – ähnlich wie heute Nordenbeck und Ober-Ense, die direkt aneinander grenzen.

Dort, wo heute die Professor-Kümmell-Straße verläuft, verliefen die Stadtgrenzen der zwei Korbachs. Der Rat der Städte einigte sich darauf, 1377 zum Jahr der Wiedervereinigung zu machen. Auf der Grenze entstand an der heutigen Stechbahn 5 das Rathaus. Versehen war es mit einem Tor zur alten und einem zur neuen Stadt hin. Das Gebäude überstand – wenn auch nicht ganz unbeschadet – sogar zwei Stadtbrände.

In diesen 636 Jahren diente der Ort nicht nur als Sitz der Stadtverwaltung. In den späten 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurde aber deutlich, dass die Fläche nicht mehr ausreichen würde. Unser Bild aus dem Archiv von Werner Stahl zeigt die Umbauarbeiten, die 1970 mit dem heute umstrittenen Anbau abgeschlossen wurden. Seitdem ist der Betonbau immer mehr in die Jahre gekommen und sorgte so für heftige Diskussionen über die Zukunft.

Die Stadtverwaltung hat inzwischen die zwei unteren Gebäude in der Professor-Kümmel-Straße erworben. Das Areal bis zur Ecke Professor-Bier-Straße, das städteplanerisch gern als "Scharnier" tituliert wird, gilt als das nächste große Projekt in Korbach, nachdem das teils private Bauprojekt Hanseplatz Korbach abgeschlossen worden ist. 

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