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Digitale Korbacher: Boris Gerbrachts Videos auf Youtube

(Screenshot: Aminoboris/YouTube) (Screenshot: Aminoboris/YouTube)

KORBACH. "Digitale Korbacher" nennt sich die neue Serie, in der hanseportal-korbach.de Einwohner der Hansestadt vorstellt, die mit eigenen Beiträgen in den weltweiten Welten des Internets unterwegs sind. Diesmal: "Aminoboris", der auf der Videoplattform Youtube einen Korbacher Film aus den 70er-Jahren zeigt.

Der Korbacher Boris Gerbracht kramte einst in der Super-8-Sammlung seines Vaters und fand rare Aufnahmen aus den 70er-Jahren. Warum er diese für alle veröffentlichte und was er an Korbach mag, erklärt er in seinem Steckbrief. Unten im Artikel finden Sie das angesprochene Video.

Kennen Sie, liebe Leser, auch einen "digitalen Korbacher"? Gern können Sie uns Personen, die wir vorstellen sollen,  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Hanseportal: Herr Gerbracht, bitte stellen Sie sich unseren Lesern kurz vor.

Boris Gerbracht: ich bin 1970 in Korbach im Waldhaus geboren und wohne jetzt wieder in meinem „Geburtshaus" im Katthagen. Aufgewachsen bin ich in einem Einfamilienhaus im „Grünen Weg". Beruflich arbeite ich im Evangelischen Altenhilfezentrum „Enser Straße". In meiner Freizeit betreibe ich Sport, mache Musik und baue Wetterhähne und Wetterfahnen aus Kupfer.

Wie kam es dazu, dass Sie ein Video vom alten Korbach auf Youtube hochgeladen haben?

Die Aufnahmen sind Kindheitserinnerungen für mich, aus der Zeit, wo es noch Kopfsteinpflasterstraßenbelag gab. Sie stammen von meinem Vater und sind von Super-8 abgefilmt. Obwohl die Aufnahmen nicht von bester Qualität sind, habe ich mich entschlossen, sie zu veröffentlichen, denn leider sind bewegte Bilder aus dieser Zeit recht selten. Damals war die Hauer noch eine Graslandschaft und das Hallenbad ein unansehnlicher Betonklotz. Doch vor allem der Kreisverkehr an der Alten Post ist nach dem Umbau der Unterführung („Loch") vielen jüngeren Korbachern fremd. Kaum vorstellbar, dass man früher die jetzige Fußgängerzone mit dem PKW durchfahren konnte.

Das Video kommt gut an, hat fast 4.000 Abrufe. Können die Zuschauer mit weiteren Fundstücken rechnen?
Da ich noch nicht alle Super-8 Filme durchgesehen habe, kann es durchaus sein, dass ich noch weitere Aufnahmen entdecke und veröffentliche. Ich finde es besser, seine „Schätze" anderen zugänglich zu machen, als sie im Regal verstauben zu lassen. Zu sehen auch an dem Film „Skispringen Willingen 1971".

Was mögen Sie an Korbach?

Besonders die Altstadt. Fußgängerzone und Neustadt sind nicht so meine Sache. Leider ist in den 60er- und 70er- bis hin zu den 80er-Jahren sehr viel Erhaltenswertes aus dem Stadtbild für immer verschwunden (Stichwort „Alte Post", „Seifenpuls", „Hotel zur Post", das abgerissene Hotel am Bahnhof, die Feuerwehr im Katthagen mit dem hässlichen Schlauchturm, das neue Verwaltungsgebäude am Rathaus). Das Museum ist ebenfalls nicht mein Ding, von innen sehr schön, aber äußerlich immer noch ein Schandfleck. Die Verblendung des sonst sehr schön nachgebildeten „Enser Tors" hat ebenfalls nichts mit dem hier traditionell verbauten Kalksandsteinen zu tun.

Haben Sie einen Lieblingsplatz in Korbach?

Am liebsten sitze ich auf meinem Balkon, von dem ich sehr gut die Kilianskirche sehen kann. Videos davon sind auf meinem Videokanal zu sehen. Von da aus kann ich auch Weihnachten und Ostern die Turmbläser hören und das Christkindwiegen beobachten.

Was müsste in der Stadt verbessert werden, um sie fit für die Zukunft zu bekommen?

Ich finde es sehr schade, dass Korbach zunehmend altert. Viele meiner Freunde habe die Stadt verlassen. Zurück bleiben nur noch die Älteren und Alten. Für die hier aufwachsenden Jugendlichen wird das Freizeitangebot immer schlechter. Kein Kino mehr, keine „vernünftige" Disco, kein (geöffnetes) Hallenbad, keine (größeren) Biergärten, keine Bowling- oder Cartbahn, kaum Entwicklungsmöglichkeiten, u.s.w..

Gute Veranstaltungen sind der Nightgroove, das AKF und die Kunstnacht. Kiliansmarkt und Herbstmarkt hingegen sind mittlerweile abends tot und sollten auf einmal im Jahr beschränkt werden. Der MA-Markt ist eher für ältere und auswärtige Besucher interessant.

Letztes Jahr wurde im Stadtpark ein Livekonzert geboten, was ich auch sehr gut fand, wenn es auch nicht speziell für junge Leute ausgerichtet war. Eine Idee von mir wäre, im Stadtpark (zwischen dem Ententeich und der Strother Straße) im Sommer einen größeren Biergarten zu betreiben, der zum Treffpunkt aller Korbacher (jung und alt) werden könnte. Die Lärmbelästigung wäre recht gering, da auf der einen Seite ohnehin die Heerstraße verläuft und auf der anderen Seite die Stadtmauer ist.

Zudem ist im Bereich des Schattengangs auch kein Wohnhaus in unmittelbarer Nähe und der Boden durch Pflastersteine befestigt. Ergänzend könnte man vielleicht ein Bandcontestwochenende machen, wo sich heimische Bands aller Art austoben könnten.

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Letzte Änderung amFreitag, 28 Februar 2014 13:54

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