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250 Gäste gehen auf Zeitreise durchs alte Korbach

(Fotos: Medienschmiede Korbach) (Fotos: Medienschmiede Korbach)

KORBACH. Mit diesem Andrang hatten weder der Veranstalter noch der Vortragende gerechnet. Der Bildvortrag "Korbach in alten Ansichten" von Werner Stahl fand riesigen Zuspruch. Eine Wiederholung scheint sicher.

Mehr als 250 Anwesende gingen im großen Saal des Bürgerhauses am Donnerstagabend auf eine große Zeitreise. Der Korbacher Werner Stahl hatte sein 30.000 Bilder umfassendes Archiv geöffnet und zeigte per Beamer beeindruckende, Erinnerungen weckende und teils Wehmut auslösende Bilder.

Mehr als 100 Jahre umfasste der rund einstündige Abend. Stahl hatte noch kein Wort gesprochen – da erntete er bereits den ersten Applaus für sein Vorhaben. Hans Albert Pohlmann, Vorsitzender des Korbacher Geschichtsvereins, begrüßte die vielen Anwesenden: "Wenn dieser Abend dazu beiträgt, dass von Ihnen auf unsere Stadtentwicklung geachtet wird, dann war es ein erfolgreicher Abend." So manche Bausünde sei eben zu ihrer Zeit modern und erwünscht gewesen.

In der Tat: Vor allem beim Anblick der alten Bahnhofstraße mit Kopfsteinpflaster und Fachwerk oder der Architektur des alten Rathauses ging ein Raunen durchs Publikum. Schnell erzählte ein Sitznachbar dem nächsten ein Anekdötchen zum Bild.

Stahl lieferte vor allem Fakten und Zahlen zu den Bildern, die einen bunten Mix Korbachs ausmachten, und zeigte hier und da aktuelle Bilder. So wurde die Zeit von "Kulturscheune" (ehemalige Stadthalle), 58-Stunden-Woche bei der Conti und Kronen-Hausbau fast greifbar.

Es war eine knappe Stunde, die zeigte, wie viel Potential in den alten Stadtansichten steckt und welches Interesse daran in der Bevölkerung von Korbach schlummert. Dabei schien es fast egal, ob "alte Korbacher" oder Zugezogene den Weg ins Bürgerhaus fanden. Sie alle sind auf der Suche nach unterhaltender Erinnerung – und vielleicht einem Stückchen Identität, die die schnelle bunte Welt nicht immer bietet.

Letzte Änderung amFreitag, 29 November 2013 19:12
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