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Sascha Pfannstiel

Sascha Pfannstiel

Redakteur hanseportal-korbach.de

Chefredakteur 112-magazin.de

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Hessentag in Korbach: Teilnehmer für Festzug gesucht

Korbach. Die Planungen für den großen Festumzug zum Abschluss des Hessentages laufen bereits auf Hochtouren. Für Gruppen aus Waldeck-Frankenberg besteht noch bis Anfang Februar die Möglichkeit, sich für die Teilnahme anzumelden.

Der große Festzug setzt sich am Sonntag, 3. Juni, ab 12.30 Uhr, in Bewegung. Unter dem Motto „Hessen: sympathisch – bunt - goldrichtig“ werden unter anderem Fußgruppen, Musik- oder Trachtengruppen, Reiter und Motivwagen durch die Korbacher Innenstadt ziehen. Dabei stellen sich Vereine und Organisationen aus ganz Hessen einer breiten Öffentlichkeit vor – der Festzug wird unter anderem auch im Hessenfernsehen übertragen.

Etwa 150 Beiträge in dem mehr als zwei Kilometer langen Festzug sollen die vielen Zuschauer in ihren Bann ziehen. Dabei werden regelmäßig auch lokale Bezüge hergestellt, die auf Besonderheiten einer Stadt oder Region aufmerksam machen.

Noch bis Freitag, 2. Februar, ist es möglich, sich für eine Teilnahme am Hessentagsfestzug zu bewerben. Bewerbungsunterlagen und Festzugordnung gibt es bei der Stadt Korbach, bei den Städten und Gemeinden sowie beim Landkreis Waldeck-Frankenberg. Auf der Internetseite hessentag2018.de lassen sich die Informationen ebenfalls einsehen beziehungsweise herunterladen.

„Wir laden alle interessierten Vereine, Verbände, Organisationen oder Interessengemeinschaften ein, sich zu beteiligen. Wir wollen einen bunten und vielfältigen Zug zusammenstellen“, appelliert Bürgermeister Klaus Friedrich an die Korbacher Gruppen. Auch Landrat Reinhard Kubat freue sich, den vielen Hessentagsgästen einen Querschnitt der Kultur und des Lebens im Landkreis zu präsentieren. Alle Gruppen erhalten eine Aufwandsentschädigung in dreistelliger Höhe.

Für die Stadt Korbach und den Landkreis Waldeck-Frankenberg stehen von den ursprünglich jeweils 15 Plätzen nur noch einige zur Verfügung. Interessierte Gruppen aus Korbach werden gebeten, die Bewerbung unmittelbar bei Volker Thielemann im Hessentagsbüro, Rathaus, Stechbahn 1, 34497 Korbach, Telefon 05631/53-312, oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! einzureichen.

Alle anderen Bewerber aus dem übrigen Landkreis Waldeck-Frankenberg wenden sich an Petra Frömel im Kreishaus, Südring 2, 34497 Korbach, Telefon 05631/954-337, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Korbacher Christkindwiegen wieder vom Turmumgang aus

KORBACH. Wegen Bauarbeiten durften die Weihnachtsfreunde vor einem Jahr zum Christkindwiegen nicht auf den Turm der Kilianskirche steigen. Umso größer war die Freude, dass die alte Tradition diesmal wieder dort zelebriert wurde, wo sie hingehört: Auf dem Turmumgang von St. Kilian.

Sogar der inzwischen 86 Jahre alte Weihnachtsfreund Karl Tent ließ es sich nicht nehmen, am Heiligen Abend die 264 Stufen bis zum Turmzimmer zu erklimmen. Dort stimmte sich die Gruppe im Turmzimmer auf den Gesang ein: "Dies ist der Tag, den Gott gemacht" schallte es anschließend vom Umgang aus in alle vier Himmelsrichtungen. Dazu ließen einige Weihnachtsfreunde ab 20 Uhr ihre Laternen am Seil hinab, andere hielten sie in die Höhe und verliehen dem Gotteshaus damit einen besonderen Glanz - die seit dem Sturm im Sommer fehlende Eckfiale und die provisorische Sicherung der übrigen Ecken mit Holzstreben und Stahlnetzen taten der feierlichen Stimmung keinen Abbruch.

"Wie herrlich strahlt der Morgenstern"
Von der Stechbahn, aber auch von vielen Gassen in der Altstadt aus verfolgten zahlreiche Zuschauer das Christkindwiegen. Am ersten Feiertag um 7 Uhr waren es naturgemäß weit weniger Menschen, die dem Lied "Wie herrlich strahlt der Morgenstern" lauschten. Dazu leuchtete der Vollmond über der alten Hansestadt, hier und da flackerten in einigen Fenstern die Blitzlichter von Fotoapparaten auf.

Nach dem Singen trafen sich die Weihnachtsfreunde zu ihrer besinnlichen Feier im Sozialraum des Rathauses, wo Chronist Karl-Friedrich Kuhnhenn das Protokoll der letztjährigen Feier verlas - mit einem Augenzwinkern, versteht sich. Im Rahmen der Zusammenkunft bestanden auch die neuen Sänger Karsten Balk, Maik Göbel, Robin Göbel, Sven Göbel, Christian Kollenberg, Mark Potthoff und Burkhard Wilm die Aufnahmeprüfung - sie mussten fehlerfrei die erste Strophe von "Ihr Kinderlein kommet" singen. Stephan Rückert, der bei den Weihnachtsfreunden in musikalischer Hinsicht den Ton angibt, und Sprecher Hermann Küthe hatten keine Einwände. Küthe überreichte den sieben Neuen ein Heft mit Liedern und Erzählungen rund um das Christkindwiegen.

"Weihnachtsfreunde kann niemand trennen"
Besinnliche und auch lustige Geschichten gehörten ebenso zur Feier wie Darbietungen einiger Weihnachtsfreunde - als Solisten oder Gruppe: Jörn Vesper trug die "Made" von Heinz Erhardt vor, das "Grundschulorchester" bot eine neue Version von Franz Beckerbauers "Gute Freunde kann niemand trennen" dar - in Korbach hieß es "Weihnachtsfreunde kann niemand trennen". Der von Flöten begleitete Gesang löste ebenso Applaus aus wie ein auf das Christkindwiegen umgetextetes Medley von Howard Carpendales größten Hits. Der PTC, zu dem auch Dirigent Stephan Rückert gehört, begeistert seit Jahren mit neuen Liedvorträgen. Zum wahren Klassiker der Weihnachtsfreunde avancierte dabei "Aber bitte mit Lampe" in Erinnerung an den unvergessenen Udo Jürgens.

Die Gruppe bereitet mit dem Christkindwiegen nicht nur Korbachern und Gästen Jahr für Jahr große Freude und festliche Stimmung; die etwa 80 Aktiven sammeln bei ihren morgendlichen Feiern in jedem Jahr auch Geld, das sie für den guten Zweck spenden. Aktuell kamen mehr als 600 Euro zusammen, die dem Hospiz und der Kinderkrebshilfe überreicht werden.

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